palmen

Peterer.com.do
 

 

 

 

 

 

Arbeitsaltag und Einblicke :Teil 1

 

Guagua fahren in Santo Domingo?

Wie kommt aber ausgerechnet ein Schweizer zum Busfahren in SantoDomingo?Eigentlich war es aus einer Laune herraus.Ich wollte hier bleiben in der Dominikanischen Republik,leider ging es mir gleich wie den meisten Leuten auf der Welt, es muss gearbeitet werden, auch hier im sogenannten Paradies. Denn die meisten Leute denken, es wird hier nur den ganzen Tag unter den Palmen geschlafen und das Essen wird einem durch die Inselschönheiten ins Mäulchen gesteckt. Aber Leider falsch.Und so ging es eben auch mir, ich musste was machen, bevor ich kein Geld mehr hatte. Aber was machen mit wenig Geld? Wie es der Zufall halt wollte, habe ich über viele Wege einen Deutschen kennengelernt, meinen besten Kumpel(Tomy), der bereits seit über fünf Jahren diese Arbeit gemacht hatte. Er hat mir die ganze Sache eingefädelt und die Kontakte mit dem (Sindicat) hergestellt. Mit dem restlichen Geld das ich noch hatte habe ich mir eine Streckenlizenz erworben und einen Bus über das damalige Regierungsprogramm (Plan Renove) erworben.. Leider war das eines meiner schlechtesten Verträge und Käufe in meinem ganzen Leben, dieser Bus sollte mir noch viele Sorgen und Schlaflose Nächte machen.......

 

Vw_Plan_renove

Arbeitsaltag und Einblicke :Teil 2

Unterwegs auf der Strecke:

Unterwegs zusein auf der Strasse in Santo Domingo bedeutet gleichzeitig auch imenshoher Bremsenverschleiss(siehe Bild). Fahren am Limit, genauer gesagt heisst es wer zuerst bei den Passagieren steht, kann auch das Fahrgeld einkassieren, vorallem ist die Rasserei in der Zeit am schlimmsten, wenn fast keine Fahrgäste auf der Strasse sind so von Morgens um elf bis etwa halb vier. Dann entsteht eine Art Formel 1, wobei eben Bremsen und Kupplung sowie die Bereifung leiden muss. Zu dieser Zeit werden die besagten Kollegen und Freunde aufeinmal zu Konkurenten und Feinden und vergessen alle Freundschaft. Die Dominikanischen Fahrer kennen kein Pardon und keinen Respekt bei der Fahrerei und vor dem Material, und da ich nicht jede Woche meinen Bus reparien kann, schon aus finanzieller Hinsicht fahre ich selber mit meinem Fahrzeug, dann bin ich auch im Bilde wenn was technisches sein sollte. Die Reparaturen mache ich fast alle selbst, ausser Oelwechsel und Getriebreparaturen. Das kommt am Schluss amgünstigsten und dann bin ich auch sicher das es richtig gemacht wurde.

Arbeitsaltag und Einblicke :Teil 3

Cobradore:

Cobradore sind nichts anderes als Dominikanische Kondiktuere die die Fahrgäste anwerben und die Fahrt bei den Kunden einkassieren müssen. Leider sind auch viele Cobradore der Horror vieler Chauffeure und Busbesitzer,( weil so wird Ihnen nachgesagt Sie geschickte Händchen haben um teilweise Ihre privaten Finanzen aufzubessern), will aber dazu nicht mehr sagen. Ich denke mein Cobrador ist ehrlich.Natürlich mache auch ich Stichproben. Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser.

Papito Regalado

Arbeitsaltag und Einblicke: Teil 4

Eben erworben : habe seit einem Monat ein "Neues" Auto in meinem Geschäft,

gekauft einen Jahrgang 1992.

Mitsubishi

fuso_2008

Warum so eine alte Kiste werden sich einige Fragen? die Antwort ist einfach, die Ticketpreise beim Stadttransport hier in Santo Domingo liegen bei 20 Peso (ca 66 Rp oder 40 Cent pro Person) auf einer Strecke von 30 km hin und bei 30 km auf dem Heimweg, darum musste ich mir ein Fahrzeug zulegen das alle diese Anforderungen erfuellt. Die heutige Situation zwingt leider uns Transporteure in Ländern wie hier sich wieder auf die alten Werte zu besinnen und wieder auf kleinere Fahrzeuge zu setzten die den Transporttarifen gerecht werden. Ich weiss aus eigener Erfahrung das die Fahrgäste natürlich nur schöne Fahrzeuge wollen mit Klimaanlage und Fernseher, aber zahlen fuer diese Dienste des Luxuses wollen sie nicht. Die Erstatzteile und der Spritverbrauch fuer die Fahrzeuge von 1992 sind deutlich tiefer als bei den neuen Modellen, da sie auch kleinere Motoren und Getriebe haben. Darum habe ich mich fuer dieses Fahrzeug von Mitsubishi Rosa entschieden. Ich habe auch festgestellt, das die Qualität im Jahre 1992 noch sehr gut war. Das Chassis hat ueberhaupt keinen Rost. Die Innenausstattung ist in bester Qualität hergestellt worden. Im naechsten Gang wird dann das Fahrzeug neu Lackiert werden, womit es äusserlich wieder wie neu dasteht. Was ich natuerlich auch noch anschliessen muss: ich habe alle Bremsen mit Trommeln, Zylindern sowie das Getriebe wechseln muessen, da vom vorherigen Besitzer in dieser Hinsicht ueberhaupt nichts gemacht wurde, muss sogar noch anfuegen als wir die Bremstrommeln abmontiert haben, mussten wir feststellen das auf der Rechten hinteren Seite nicht mal Bremsbacken vorhanden waren!

Teil 5: folgt